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#1
Alt 12.08.2006, 17:24
Kamikaze
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Standard Unterschied Thrombose & Embolie

Huhu!

Wie der Titel schon sagt, würd ich gern wissen, was jetzt genau der Unterschied zwischen einer Thrombose & einer Embolie ist?

Irgendwie hört sich das für mich recht gleich an

MfG
Kami
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#2
Alt 12.08.2006, 17:56
Nami
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So weit ich weiß, ist die Thrombose ein Thrombus, der "nur" auf eine lokale Stelle, also auf ein Blutgefäß, begrenzt ist..., Embolie ist ein verschleppter Thrombus, der durch den BLutstrom mitgerissen wurde...
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#3
Alt 12.08.2006, 21:53
chem-seven
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Genau.
Ein Thrombus ist das Gerinsel, das sich im Blutgefäßsystem aufhält und ein
Thrombus kann eine Embolie verursachen. Embolien finden sich hauptsächlich an arteriellen Gefäßen, weil diese in Flußrichtung kleiner werden. Wenn sich Thromben an venösen Gefäßen festsetzen spricht man von einer Thrombose. Die Gefahr einer Thrombose ist, dass sich der Thrombus aus der Vene herauslöst, zum Herzen gelangt und dann in der Lungenarterie eine Embolie verursacht. Soviel zur Begrifflichkeit.
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#4
Alt 13.08.2006, 07:56
Curly_Berlin
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Besser hätte ich es auch nicht formulieren können *thumbs up*
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#5
Alt 13.08.2006, 12:29
Krösus
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Schnell mal im Pschyrembel nachgeschlagen und das Wissen etwas aufgefrischt.
Es gibt von der Embolie und der Thrombose eine arterielle sowie eine venöse Form. Eine Embolie kann man nur bedingt mit einer Thrombose in Verbindung bringen. Eine Thrombose wird immer durch einen Thrombus ausgelöst. Eine Embolie kann außer durch einen Thrombus z.B. durch Luft oder Fett verursacht werden.
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#6
Alt 13.08.2006, 13:56
mizekaze
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Also, am leichtesten habs ich mir so gemerkt (anhand der Thromboembolie):

Thrombus = Bildung eines Blutgerinnsels
Thrombose = teilweise / vollständige Unterbrechung des Blutflusses hinter dem Thrombus

Embolus = Verschleppung eines Thrombus etc.
Embolie = Steckenbleiben dieses Embolus, was diverse Problemchen mit sich zieht

Krösus meinte ja schon, dass Embolien nicht nur durch Thromben (=Thromboembolie) entstehen, sondern auch durch Luft und Fett, aber auch duch andere Zellverbände (Tumorzellen), Fremdkörper, Bakterien usw. Ist aber seltener...



@ chem-seven

Ist es wirklich so, dass sich Embolien hauptsächlich an arteriellen Gefäßen finden?
Ich weiß nicht, aber irgendwie sind diese tiefen Beinvenen- und Beckenvenenthrombosen doch berühmt für ihre Lungenembolien. Oder sind die die arteriellen Embolien (Hirn, Milz, Nieren...) wirklich häufiger?
mizekaze ist offline   Mit Zitat antworten
#7
Alt 14.08.2006, 13:45
Curly_Berlin
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Naja, da sich die meinsten Thromben in den Gefäßen bilden, die "kleiner" sind (also meist venöse Gefäße) und die dann über die Großen Venen in das Herz und dann in die Lunge wandern, wo die Gefäße wieder enger werden, bleiben die halt da stecken. Aber es stimmt schon, dass es nicht nur Thromben als Auslöser gibt. Siehe halt Fettemoblien oder ähnliches.
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#8
Alt 21.12.2006, 21:15
Lenzz
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@miezekatze:

embolien in der lunge sind auch (fast) immer im arteriellen teil. allerdings muß man erst mal klarstellen, was eigentlich arterien sind, weil sich die lehrmeinung über die letzten paar jahrzehnte geändert hat. arterie waren früher gefäße mit sauerstoffreichem blut (so hats noch mein biolehrer in der 9. klasse erklärt). jetzt sind es gefäße, die blut vom herzen wegführen (das ist die heutzutage in der medizin anerkannte definition). eigentlich macht das nirgendwo im körper einen unterschied, nur in der lunge! d.h. nach alter definition sind die meisten lungenembolien in (sauerstoffarmen) venen. nach neuer definition sind die meisten lungenembolien in (vom herzen wegführenden) arterien. die eigentliche lokalisation des embolus hat sich natürlich dadurch nicht geändert
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#9
Alt 21.12.2006, 23:03
chem-seven
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Zitat:
Original von mizekazeIst es wirklich so, dass sich Embolien hauptsächlich an arteriellen Gefäßen finden?
Ich weiß nicht, aber irgendwie sind diese tiefen Beinvenen- und Beckenvenenthrombosen doch berühmt für ihre Lungenembolien. Oder sind die die arteriellen Embolien (Hirn, Milz, Nieren...) wirklich häufiger?
Also:
Es ist richtig, dass sich der Thrombus in den Venen (Bein, Becken) befindet. Wenn sich dieser Thrombus löst gelangt er in die Arterien der Lunge. Den Verschluss nennt man dann aber Embolie.
Also tiefe Beinvenen- und Beckenvenenthrombosen sind berühmt für ihre Lungenembolien.
Allerdings kann eine Beinvenenthrombose keinen Apoplex (Hirnschlag) oder eine Milz-, Nierenembolie verursachen. Warum? Weil der Thrombus aus dem Bein nicht durch die Kapillaren der Lunge gelangt, da er zu groß ist. => Lungenembolie.

Ein Apoplex entsteht z.B. durch einen Thrombus im linken Vorhof, der sich dann löst. Er gelangt in den linken Ventrikel und von dort aus in die Aorta und in den Kreislauf => Hirn-, Milz-, Nierenarterien.
Meist entsteht ein Thrombus im Herzvorhof beim sogenannten Vorhofflimmern.

Allerdings können sich Thromben auch direkt an den kleinen arteriellen Gefäßen bilden, z.B. wenn das Gefäß arteriosklerotisch geschädigt ist. Dann entsteht der Thrombus direkt vor dem Organ (z.B. Herzkranzarterie beim klassischen Herzinfarkt, oder A. carotis externa oder interna beim Hirninfarkt).

Das kann man alles am besten mit einem Bild ausm Anatomiebuch begreifen, indem man die venösen Bahnen zum Herzen verfolgt und die arteriellen Bahnen bis zu den entsprechenden Organen. Dabei muß man natürlich bedenken, dass ein Thrombus der in die Lunge gelangt, dort stecken bleibt und nicht wieder durch die Lungenvenen rauskommt.

Übrigens ist Thrombus der Blutpfropf, Thrombose das Ereignis (Bildung des Blutpfropfs).
Ein Embolus kann ein Blutpfropf sein, aber auch Fett, Luft, Plastikteilchen einer Kanüle, Makrophagenhaufen, agglutinierte Bakterien.............
chem-seven ist offline   Mit Zitat antworten
#10
Alt 01.02.2007, 18:32
Mahoujin
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Beiträge: 2
Standard

Zitat:
Meist entsteht ein Thrombus im Herzvorhof beim sogenannten Vorhofflimmern.
Dazu habe ich mal eine Frage ... warum passiert das dann, bzw wodurch kommt der Thrombus zu stande? Woraus besteht er dann? Beim Atriumflimmern passiert ja im Grunde nichts anderes wie bei normaler Kontraktion auch nur, dass es kürzer, schwächer, schneller und unregelmäßiger kontrahiert.
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